Schwedisch lernen

Hej!!!!

Wie geht es Euch??? Was macht Ihr? Wart Ihr schon im Urlaub?? Oder kommt der noch und Ihr seid voller Vorfreude!?!? So viele Fragen! 😉

Wie steht es denn eigentlich so mit Eurem Schwedisch? Könnt Ihr eine Auffrischung gebrauchen oder die Idee für einen super Einstieg? Wie und wo lernt Ihr eigentlich? Lernt Ihr überhaupt?

Ich denke ja, dass man eine neue Sprache am Besten aus einer Kombination von Lesen, Schreiben, Hören und vor allem Sprechen lernt.

Lest den Text auf der Rückseite einer Kommissar Beck DVD, schreibt Euren Freunden eine SMS und ladet sie zum Filmabend ein, schaut zusammen den Film im O-Ton und sprecht hinterher darüber, wie toll der Film war.

Aber jeder Satz, den man liest, schreibt, hört oder spricht besteht ja aus einzelnen Wörter. (Ach nee!! Das ist ja mal ne Erkenntnis!! 🙂 ) Zwar muss man nicht alle Wörter können, um einen Text zu verstehen, wohl aber ein paar. Wie fängt man also am Besten das Lernen an? Wie lernt man neue Wörter? Wie lernt IHR sie am Besten?

Wie Ihr bereits wisst, bin ich ja so der Karteikarten-Typ. Es gibt fünf (oder mehr/ weniger) Fächer. Eine neue Vokabel wandert von Fach 1 ins Fach 2, sobald man sie kann. Fach 1 wird jeden Tag gelernt. Fach 2 jeden zweiten Tag. Fach 3 jede Woche,….. Fach 5 kann ein oder zwei Mal im Jahr wiederholt werden. Sobald man eine Vokabel nicht können sollte, wandert sie ohne Umschweife zurück zum Anfang. Klingt langweilig? Ach Quatsch! 🙂 Wörter bzw. eine Sprache lernen, besteht nun mal aus Wiederholungen, weiteren Wiederholungen und mehr Wiederholungen und dann dem Merken.

Okay. Ich finde auch, dass es sich mit ein bisschen mehr Spaß und Abwechslung viel einfacher Lernen lässt. Aber wo findet man diesen Spaß und diese Abwechslung?? Was gibt es denn so alles an Angebote???

WordDive macht ja gerade ganz viel Werbung. Schon gesehen?
Das Programm lässt den Anwender mit allen Sinnen lernen: Einzelne Wörter werden gelesen, geschrieben, gehört und im Besten Falle nachgesprochen und so effektiv fest in unserem Gehirn verankert. Das ganze Programm wird spielerisch mit einem kleinen Männchen aufgehübscht, das je nach Lernerfolg einen Sprungturm hochklettert und beim Etappenerfolg ein „Wörterbad“ nimmt. Joaaa, bei einigen Lernwilligen bestimmt auch Ehrgeiz fördernd, doch für mich ein bisschen to much.

Es gibt im Wesentlichen zwei Übungen: Das Heranführen an neue Wörter und dann deren Vertiefung.

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Die Einstiegsübung: Man soll einem Bild den richtigen Begriff zuordnen, den man aus einer Gruppe mit drei anderen Wörtern wählt. Der richtige Begriff ist zudem noch vertont. Am Anfang das totale Ratespiel und vielleicht leicht frustrierend, doch nach wenigen Runden sind schon die ersten Erfolge zu merken. Wörter, die man nicht kann, wiederholen sich immer wieder … ganz nach…na?? Jupp: Karteikastenprinzip!

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Die Hauptübung: Die gelernten Wörter werden schriftlich abgefragt, in Verbindung mit Synonymen, Beschreibungen, Beispielsätzen und Vertonung. Das Zusammenspiel aller Sinne lässt unser Gehirn den Begriff dann verankern. Den Lernerfolg kann man in einer Grafik ablesen, die einem anzeigt, wie viele Wörter man schon gelernt hat. Vom Anfänger bis zum superduper Profi… 

What’s App? Natürlich gibt es das ganze auch als App für unterwegs, sowohl Android als auch für den Apfel. Ich muss sagen, dass mich die Grafik in der App mehr anspricht als die Hauptcomputergrafik. Ich mag es eher simpel und klar, ohne zu viel Schnickschnack. Das Lernkonzept ist aber das gleiche.

Es gibt den Schwedisch Kurs Grundlagen/ Mittelstufen (A1-B1) mit knappt 700 Begriffen, unter Anderem zu Familie, Essen + Trinken, Arbeit +Studium, Freizeit, Fragewörter, wichtige Verben. Von WordDive wird eine notwendige Lerndauer mit 40-100 Stunden angegeben. Kurzes Rechenbeispiel gefällig? Denkt Euch zwei Monate, in der Ihr jeden Werktag ( also außer am Wochenende) 5 Stunden lernt.

Ein weiterer Schwedischkurs hat das Hauptthema „Reise“ (A1-A2) mit 630 Begriffen. Und dann gibt es noch das Komplettpaket Schwedisch (A1-C1) mit allen ( zur Zeit) 2200 Begriffen. Ich hab mal nachgefragt und angeblich soll es in Zukunft auch noch mehr Kurse geben, allerdings wurden mir keine weiteren Details über mögliche Themen genannt.

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Was kostet der Spaß? Die Einzelkurse kosten ca. 8€ / Monat, das Komplettpaket ca. 10€ / Monat. Kann man sich vorstellen 3, 6 oder 12 Monate zu lernen, gibt es dementsprechende Abos. Meiner Meinung nach sind die 1 bzw. 3 Monatsabos am realistischsten. Bleibt man fleißig am Ball hat man in dieser Zeit schon einen guten Wortschatz aufgebaut um einfache Sätze im Urlaub und mit Freunden zu sprechen. Wer das ganze mal testen möchte, für den bietet WordDive auch einen 2 Wochen Gratis-Schnupperkurs an.

Ich durfte das Komplettpaket Schwedisch und Französisch 2 Monate kostenlos testen und denke, dass das Programm für Einsteiger zum Reinschnuppern in eine Sprache gut geeignet ist. Die wichtigsten Wörter sind auf jeden Fall dabei. Für Fortgeschrittene würde ich mir mehr Grammatik, Satzbau und Aussprache, sowie Umgangssprache wünschen.

Für mich persönlich war aber das Angebot von Sprich mal Schwedisch besser geeignet.

Habt Ihr deren Seite schon mal gesehen? Jeder, der nach Schweden und Schwedisch im Internet recherchiert kommt an SmS nicht vorbei.

Der blonde Schwede Joakim und sein kleines Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem der willig ist, Schwedisch beizubringen. Und das auf eine wirklich liebe Art und Weise.

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Es werden kleine Geschichten erzählt von Anders und seinem Freund Markus, wie sie sich kennen lernen, zusammen für die Uni lernen, Pizza essen gehen, Flugtickets buchen. Wie Anders in den Urlaub fliegt und und und… Hallooo!!? Ich liiiebe Hörspiele und -bücher!!

Dabei wird einem fast noch nebenbei Schwedisch beigebracht. Neue Wörter, Grammatik von A bis Z und ganz wichtig: die schwedische Kultur!

Das Konzept des Geschichtenerzählens ist echt gut! Eine Handlung wird von Joakim (dem „Schwedischlehrer“) mit zwei/ drei Sätzen eingeleitet und dann folgt eine kurze Geschichte. Auf Schwedisch und in normal gesprochener Geschwindigkeit. Das allererste Mal denkt man: „Ach, du meine Güte! Wie soll ich das denn lernen??“

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Doch dann wird diese Geschichte wiederholt, g a n z l a n g s a m, sodass man jedes einzelne Wort mitbekommen kann. Und dann wird jeder Satz nochmal in normaler Geschwindigkeit wiederholt, abwechselnd in Schwedisch und auf Deutsch.

Am Ende jeder Geschichte geht Joakim die neuen Vokabeln mit einem durch, sowie eine kleine Grammatikübung. Richtig toll finde ich, dass die Dialoge der Geschichten auch schriftlich angeboten werden, inklusive der Vokabeln und Grammatik. Innerhalb von 27+ Geschichten lernt man die Grundlagen mit „Ich heiße xy“ bis hin zu komplexen Sätzen – und diese zudem in der Gegenwarts-, Vergangenheits- und Zunkunftsform! Es funktioniert wirklich gut!

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Damals als ich mich selbst intensiv mit der schwedischen Sprache auseinandergesetzt habe – denn ein Umzug wurde immer wahrscheinlicher – habe ich die Anfänge der „Sprich mal Schwedisch“ Seite mitbekommen. Ich habe immer auf das Hochladen der nächsten Folge von Anders und Co gewartet, ja fast gefiebert. Diese habe ich mir dann immer gleich heruntergeladen und auf meinem MP3 Player gespeichert. Ich habe die Geschichten rauf und runter gehört. Beim Autofahren, beim Spaziergehen, Einschlafen, Putzen,… eigentlich immer und überall.

Durch die Geschichten und Wiederholungen haben sich die schwedischen Grundlagen und Begriffe so fest verankert, die werde ich erst mal nicht wieder vergessen: Als ich nach Schweden gezogen bin und einmal im Restaurant eine Cola bestellte, musste ich fast laut lachen, denn ich habe den genauen Wortlaut aus einer Geschichte benutzt. „Jag tar en Cola. En STOR!“ (Ich nehme eine Cola. Eine große!) 😉

Mittlerweile haben Joakim und Co. die „Sprich mal Schwedisch“ Seite enorm weiterentwickelt. Es gibt immer wieder neue Videos, Wörter des Tages, Vokabellisten, unregelmäßige Vokabeln, Lernbeispiele und Übungen,… Der Anfängerkurs wurde mit einem Mittel- und Fortgeschrittenenkurs erweitert.

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Jedem, der es ernst mit dem Schwedisch lernen meint, sollte dieser Seite auf jeden Fall eine Chance geben.

What’s App? Sprich mal Schwedisch bietet neuerdings auch eine App an. Da kann ich Euch leider noch nichts zu schreiben, weil ich sie nicht ausprobiert habe.

Ach, und Videos gibt es…

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Was kostet der Spaß? Die Grundlektionen kann man wirklich GRATIS anhören und lernen. Aber Achtung, sie machen lernsüchtig. Für die weiteren Funktionen der Seite gibt es Monats als auch ein Jahresabo. Die Preise sind von ca. 10€ bis ca. 60€ und werden in schwedischer Kronen abgebucht, weswegen die Europreise je nach Wechselkurs abweichen können.

Sprich mal Schwedisch ist mein absoluter Favorit. So sympathisch und Dank Joakim und Co wurde mir der Anfang der Schwedischlernens sehr angenehm und einfach gemacht. Ich hoffe, sie behalten noch lange weiter so viel Spaß an dem Programm!

Kennt Ihr eigentlich eins von den beiden oben genannten Angeboten?

Und dann gibt es ja noch so viele andere Möglichkeiten und Programme mit denen man Schwedisch lernen kann:

Jeder der nach Schweden zieht und eine schwedische Personennummer hat, kann auch die kommunal und kostenlos angebotenen „Schwedisch für Einwanderer“ Kurse (kurz SFI) besuchen.

Ich bin da damals zwar nur für gute vier Wochen hingegangen, aber ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Gar nicht mal so um schwedische Wörter und die Grammatik zu lernen, sondern viel mehr um einfach neue Kontakte zu knüpfen und Schwedisch sprechen zu üben. Denn die einzigen Schweden, die dort rumlaufen sind die Lehrer. Alle anderen kommen aus den unterschiedlichsten Ländern dieser Erde und sprechen halt auch alle unterschiedliche Sprachen. Der gemeinsame Nenner ist dann Schwedisch. Ich habe dort so viele liebe Menschen kennen gelernt, zu denen ich heute noch guten Kontakt habe.

Auf Facebook hat mir jemand geschrieben, dass es möglich ist über Skype* online einen Schwedischunterricht zu besuchen.

An zwei Tagen in der Woche verabredet man sich über Skype mit der Lehrerin und anderen Kursteilnehmern (8+) und büffelt dann zusammen in einer Onlineklasse Schwedisch. Ich finde das großartig! Die Schüler haben einen direkten Ansprechpartner und eventuelle Fragen können sofort geklärt werden. Der Fokus soll in den Stunden auf die mündliche Kommunikation liegen. Aber auch Gruppenarbeiten sind möglich.

Angeboten werden Kurse für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und die Kosten liegen bei ca. 3475 SEK (ca. 350 €) für 8×2 feste Abende in der Woche. Hat jemand von Euch auch schon mal so einen Kurs besucht oder hat es vor??

*Skype ist übrigens ein Computerprogramm mit dem man sich mit anderen Kontakten kostenlos verbinden kann und via Webkamera sich sehen, hören und schreiben kann.

Was gibt es sonst noch so alles? Hilft mir mal! Wo und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Es gibt ja noch so viel mehr: Babbel, Pons, Unikurse, schwedische Freunde,…

Hier habt Ihr nochmal ein paar Links zu den oben genannten Möglichkeiten:

WordDive

Sprich mal Schwedisch

Folkuniversitetet – Online Schule

Babbel

Kram, Eure Ann.

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Die Reihenfolge der oben genannten Angebote sind übrigens völlig zufällig und hat nichts mit deren Angeboten, Genialität, Preisen … what ever zu tun. Ich stelle hier auch nur meine eigene Meinung dar. Zu dem wurde ich für den Bericht nicht bezahlt. WordDive hat mir ermöglicht das Programm zwei Monate kostenlos zu nutzen und gestattet mir, wie auch Sprich mal Schwedisch, Bilder und Screenshots zu benutzen.

Edit: Ups, ich hab mich mit den Preisen für WordDive vertan und mal eben SchwedischeKronen und Euro gemixt. Wurde jetzt berichtigt.

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4 thoughts on “Schwedisch lernen

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